Der altgriechische Ausdruck Symposion (auch Symposium) steht sinngemäß für "gemeinsames, geselliges Trinken".

Die Übersetzung als Gastmahl führt fälschlicherweise dazu, im Symposion ein nur ausgelassenes Trink- und Essgelage zu sehen. Für die Griechen der Antike stand aber die gemeinsame gottverbundene und entsprechend ritualisierte Geselligkeit im Mittelpunkt.

Die Gäste versammelten sich nach dem Essen um den Hausaltar. Nun wurde das Symposion mit kultischen Reinheitshandlungen wie Händewaschen und Besprengen mit wohlriechenden Essenzen eingeleitet. Danach bekränzte man sich und die Weingefäße mit Efeu, Myrten, Blumen, auch weiße und rote Wollbinden wurden verwendet. Man bekundete so die Zugehörigkeit zum Kreis der Dionysosdiener.

Der erste Schluck Wein aus einer die Runde machenden Schale wurde zu Ehren des guten Geistes, des Daimon getrunken. Als Zeichen der Gottverbundenheit spendete man den Göttern Wein, den man aus dem Becher herausschleuderte. Dazu sang man unter Flötenbegleitung ein altes dem Apollon gewidmetes Kultlied.

Anschließend wurden nur für das Symposion bestimmte Lieder, die Skolia, gesungen. Überwiegend – Xenophons Gastmahl berichtet auch von artistischen Darbietungen – scheint man sich dann der geistigen Unterhaltung gewidmet zu haben. Man improvisierte Reden zu einem bestimmten Thema – wie bei Platon – löste Rätsel, die man sich gegenseitig aufgab, oder entschied sich für das beliebte Spiel, treffende Vergleiche zu finden.

Oft wurde einer der Anwesenden für den Abend zum Symposiarchen gewählt. Er legte die Einzelheiten des Trinkens und der Themen fest und sorgte so für die angemessene Ordnung. Von einem ehrenvollen Mann erwartete man, dass er über dem Trinken nicht seine Tugendhaftigkeit vergäße und danach auch ohne Begleitung nach Hause fände.

Die einzigen schriftlichen Vorschriften für Symposienfeiern sind uns von Platon in seinen Nomoi erhalten. Ein Gedicht gleichen Namens des Xenophanes von Kolophon bezeugt die Feier des Symposion schon im 6. Jh. v. Chr. Symposien in der hier beschriebenen Form wurden bis zum Ende der Antike abgehalten.

In der christlichen Tradition wird das Symposion auch als eucharistische Gemeinschaft beim Abendmahl verstanden; Vorbild dafür ist das im Markusevangelium (Mk 6, 39f) geschilderte Speisungswunder.

Die Bedeutung des heute verwendeten Ausdrucks Symposion bzw. Symposium gibt den ursprünglichen Sinn nur unvollständig wieder.

Dionysos
Symposion Members
Petros Doukas
Panayotis Zografos
Theodoros Skylakakis
Christos Dokomes
Nikitas Kaklamanis
Dr. Georgios Tsantalis
Alexander Andreadis
Klaus D. Below


 
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